Erfahrungen und Meinungen

Als gelernter Elektromechaniker und später durch mein Studium in der Feinwerktechnik und durch meine Arbeit in der Datenverarbeitung kenne ich mich mit smarten Assistenzsystemen gut aus. Einige Smart Home-Systeme habe ich bereits bei mir zu Hause selbst installiert. So benutze ich z. B. Heizkörperthermostate, die mit dem Internet verbunden sind und mit denen ich aus der Ferne meine Heizungen regeln kann.

Darüber hinaus habe ich einen Saugroboter sowie einige W-Lan-Schaltsteckdosen, die sich entweder selbst automatisch ein- und ausschalten oder die ich mit dem Handy bediene. Wenn z. B. der Warmwasserbereiter eingesteckt ist, kann ich vom Bett aus bequem über das Handy die Steckdose einschalten und wenn ich dann nach unten gehe, ist das Wasser heiß. Weniger smart, dafür aber ein ebenso praktisches Assistenzsystem habe ich an unseren Rollläden angebracht. Dort misst ein Sensor die Helligkeit. Bei entsprechender Helligkeit fährt der Rollladen automatisch herunter, damit es z. B. im Sommer drinnen nicht so heiß wird. Alternativ kann ich den Rollladen auch über Tasten bedienen.

Seit bei uns in der Nachbarschaft eingebrochen wurde, haben wir außerdem Überwachungskameras, mit denen ich in erster Linie die Umgebung meines Hauses überwache. Zwar habe ich auch eine Kamera drinnen im Haus installiert, dort aufgezeichnet wird jedoch nur, wenn wir im Urlaub sind und sonst niemand zu Hause ist.

Auch pflegebedürftige Angehörige könnten mit so einer Kamera aus der Ferne überwacht werden, wenn dies nötig sein sollte. Sollte ich selbst irgendwann auf Unterstützung angewiesen sein und allein leben, könnte ich mir durchaus vorstellen, meinen Kindern zu erlauben, mich aus der Ferne zu überwachen. Denn wie schnell ist mal etwas passiert? Und bevor man extra hinfährt und nachsieht, ob alles in Ordnung ist, schaut man doch viel schneller und leichter auf die Kamera. Die Geräte können inzwischen auch Bewegungen automatisch erkennen und aufzeichnen, sodass man nur nachschauen muss, wann sich zuletzt jemand bewegt hat. Ob meine Kinder das möchten, ist natürlich eine andere Frage.

Ob ich die smarten Systeme weiterempfehlen würde? Ja, allerdings sind sie mit Vorsicht zu genießen. Bei der Technik geht es nämlich immer auch um die Frage: Wem traue ich und wem erlaube ich es? Denn es kann auch missbraucht werden. Aus diesem Grund nutze ich Systeme von unterschiedlichen Herstellern. Wenn ein Gerät gehackt wird, ist es eher unwahrscheinlich, dass auch das andere Gerät davon betroffen ist. Außerdem schließe ich diese smarten Systeme nicht an dasselbe W-Lan-Netz an wie meine PCs. Im Fall eines Hackerangriffs sind so meine privaten Geräte geschützt.

Was mir dagegen gar nicht ins Haus kommt, sind Türschlösser, die aus der Ferne entriegelbar sind. Die Gefahr, dass so ein System gehackt wird, ist einfach zu groß. Was ich ebenfalls nicht gut finde, sind Systeme mit integrierten Mikrofonen, denn ich möchte nicht über das Mikrofon belauscht werden. Gemeint sind vor allem Alexa & Co. Ich habe eine eingeschränkte Alexa, die ich über den Fire TV Stick des Fernsehers nutze. Da muss erst eine Taste gedrückt werden, um das Mikrofon zu aktivieren. So etwas hätte ich gerne bei der echten Alexa, bei der ich selbst entscheiden kann, wann sie zuhört und wann nicht. Denn eine Alexa hört Tag und Nacht zu, um bei Bedarf sofort reagieren zu können.

T. Saur (66), Rentner

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